Das Alte und das Neue – wer kennt den Islam – wer den Fundamentalismus – warum ein Kopftuch?

 

  Auch deutsche Einwandererfrauen in den U.S.A. tragen heute noch eine Kopfbedeckung und leben nach Gesellschafts- und Familienregeln wie vor 100 Jahren

1. Der Fundamentalismus:

Im Iran, Afghanistan und in Algerien fordert die unlösbare Einheit von Religion, Staat und Gesellschaft mit der Scharia als Staatsgesetz und lehnt die demokratischen Verfassungen und Lebensformen der westlichen Welt radikal ab.

2. Die Säkularisten:

Im Gegensatz dazu treten die Säkularisten in Syrien, Ägypten und der Türkei für eine laizistische Staatsform ein.

3. Zwischen beiden Richtungen stehen die Traditionalisten in Saudi-Arabien, die zwar die Scharia im öffentlichen Leben ihres Landes durchsetzen, aber außenpolitisch sich nicht gegen den Westen wenden.

4. Die Liberalen, die gegenwärtig in den islamischen Staaten, aber auch als Exilanten im Westen eine Minderheit von Intellektuellen, Schriftstellern und Politikern bilden, wollen den Islam ohne islamische Staatsform praktiziert sehen.

 

Der Koran in deutscher Übersetzung oder Zentralrat der Muslime in Deutschland    www.Islam.de

 

Die Zeitehe - eine schiitische islamische Eheform

Basiswissen im Islam von Christine Schirrmacher

Die Ehe auf Zeit oder mut’a - Ehe (wörtlich „Genuss“ - Ehe von arab. mut’a = Genuss) ist eine besondere islamisch-schiitische Eheform, bei der die Ehe nicht auf Dauer, sondern nur für einen gewissen Zeitraum angelegt ist. Die Frau erhält von Ihrem Mann für die Dauer der Ehe eine Bezahlung.

Die Zeitehe wird bis heute von einigen - nicht von allen - schiitischen Gruppierungen in Indien, Iran, Irak und Pakistan praktiziert. Von der muslimischen Mehrheit der Sunniten wird sie heute fast durchgängig als Form der Prostitution abgelehnt. Man argumentiert dagegen von schiitischer Seite, die Zeitehe sei keine Prostitution, denn bei der Prostitution werde die Frau gedemütigt, degradiert und ausgebeutet, während die Frau bei der Zeitehe freiwillig unter bestimmten, festgelegten Bedingungen für eine gewisse Zeit einen Vertrag mit dem Mann eingehe, den sie sich frei ausgesucht habe. Es ist allerdings zu fragen, was unter der ‚Freiwilligkeit‘ der Zeitehe zu verstehen ist, wenn sie - was wohl recht häufig vorkommen soll - (ähnlich wie die Prostitution) zum Beispiel der Sicherung des Lebensunterhaltes der Frau nach einer Scheidung oder dem Tod ihres Ehemannes dient.

 

 

Die Himmelfahrt Mohammed

 

Allerdings muss der Vollständigkeit halber hinzugefügt werden, dass die Zeitehe auch im schiitischen Bereich nicht ganz umstritten ist, obwohl schiitische Gelehrte im allgemeinen vermeiden, sich offen und unverhohlen gegen die Zeitehe auszusprechen. Von den schiitischen Befürwortern der Zeitehe wird häufig angeführt, die Zeitehe verhindere Unzucht und trage mit dazu bei, sexuelle Verirrungen wie Homosexualität, Geschlechtskrankheiten und die Prostitution zu vermeiden.

Leider ist aufgrund der spärlichen Quellenlage die Entstehung der Zeitehe und ihre geschichtliche Entwicklung in der muslimischen Gemeinschaft nur schwer nachzuzeichnen. Es hat aber den Anschein, dass schon im vorislamischer Zeit die zeitlich begrenzte Ehe praktiziert wurde. Der Koran spricht an keiner Stelle explizit von der Zeitehe, spielt aber möglicherweise im zweiten Teil von Sure 4,24 auf diese Eheform an (ganz eindeutig ist der Wortlaut jedoch nicht).

„Und (ergänze: verboten sind die, zu heiraten) die unter Schutz gestellten Frauen, ausgenommen das, war eure rechte Hand (damit sind wohl Sklavinnen gemeint) besitzt. Das ist euch von Gott vorgeschrieben. Erlaubt ist euch, was jenseits dieser (ergänze: Gruppe) liegt, nämlich, dass ihr euch mit eurem Vermögen (ergänze: sonstige Frauen) sucht in der Absicht, (ihnen) ehrbare Männer zu sein und nicht Unzucht zu treiben. Denen unter ihnen, die ihr genossen habt, sollt ihr - das ist eine Rechtspflicht - ihren Lohn geben. Ihr begeht aber keine Sünde, wenn ihr, nachdem die Rechtspflicht festgelegt ist, (ergänze: darüber hinaus) eine Übereinkunft trefft. Gott ist allwissend und weise.“

Darüber, ob diese Eheform von Muhammad zur Zeit der Entstehung des Islam erlaubt wurde oder nicht, ist aufgrund der islamischen Überlieferung kein eindeutiges Urteil zu fällen. Der muslimische Historiker al Tabari nimmt zum Beispiel an, der Prophet habe sie selbst praktiziert. Andere Überlieferungen behaupten, der Prophet habe sie ab einem bestimmten Zeitpunkt verboten.

Ebenso ist die Stellung der Rechtsgelehrten zur Zeitehe niemals einheitlich gewesen. Es gibt Rechtsgutachten aus der ersten Hälfte des 1. islamischen Jahrhunderts (7. Jahrhundert n. Chr.), die diese Zeitehe klar gestatten. Diese Haltung scheint sich ab dem 8. Jahrhundert n. Chr. gewandelt zu haben. Ihren Endpunkt fand diese Entwicklung jedoch wohl erst im 11. Jahrhundert n. Chr., als die Sunniten die Zeitehe als eine Art legalisierte Prostitution verurteilten, während die Schiiten bis heute an ihr festhalten und sie als rechtmäßige, islamische Eheform verteidigen. Einige Schiiten gingen sogar soweit zu sagen: „Der Gläubige ist nur dann vollkommen, wenn er die mut’a - Ehe gelebt hat“. Diese Aussage ist allerdings für die allgemeine schiitische Meinung nicht repräsentativ.

Abgesehen von mehr oder weniger zufällig zugänglichen Zeugnissen über die Zeitehe ist es leider sehr schwierig, verlässliche Statistiken darüber zu erhalten, in welchem Umfang sie heute oder in der Vergangenheit praktiziert wurde. Ist schon das Auffinden von Stellungnahmen von schiitischen Gelehrten und Theologen zum Thema Zeitehe sehr schwierig, so scheint es fast unmöglich zu sein, Äußerungen von Frauen zu erhalten, die in Zeitehen gelebt haben oder leben.

 

Wie wird eine Zeitehe praktiziert?

Zu einer Zeitehe gehört die Festlegung des Zeitraumes, für den die Ehe geschossen wird, sowie die Festlegung der Bezahlung der Frau. Der Zeitraum der Ehe kann von wenigen Stunden über einen Tag bis zu 99 Jahren variieren und nach Ablauf der Frist nicht verlängert werden. Aufgrund der Bezahlung der Frau für die Zeitehe hat man vielfach den Vergleich zur Prostitution gezogen. Es ist anzunehmen, dass Zeitehen auch heute von Frauen in erster Linie zur Sicherung ihres Lebensunterhaltes geschlossen werden, obwohl es schwierig ist, verlässliches Datenmaterial aus Ländern, in denen Zeitehen eingegangen werden, zu erhalten. Wahrscheinlich wird sie von Frauen als zweite oder spätere Ehe nach dem Tod ihres ersten Mannes oder nach einer Scheidung eingegangen. Das vorrangige Ziel einer Zeitehe ist jedenfalls nicht die Gründung eines Hausstandes oder einer Familie.

Die Zeitehe basiert auf der gegenseitigen Übereinkunft von Mann und Frau und wird im Gegensatz zu einer normalen Ehe nicht von Verwandten arrangiert. Sie muss nicht vor einem Richter (arab. qÈdi) geschossen werden und kann - wiederum im Gegensatz zu einer normalen Ehe - auch schon vor Vertragsabschluss begonnen haben. Ferner bedarf die Eheschließung nicht der sonst üblichen zwei Zeugen. Die Frau muss unverheiratet, fromm und keusch sein und die Zeitehe kennen (also eine Schiitin sein), während der Mann die Zeitehe neben seiner Ehe (oder seinen Ehen) führen kann. Nach Auffassung der Mehrheit der Muslime erlauft Sure 4,3 jedem Mann die Eheschließung mit bis zu vier Ehefrauen gleichzeitig und zusätzlich einer nicht näher benannten Zahl von Nebenfrauen: „Und wenn ihr befürchtet, gegenüber den Waisen nicht gerecht zu handeln, dann heiratet, was euch an Frauen beliegt, zwei, drei oder vier. Wenn ihr aber fürchtet, nicht gerecht zu handeln, dann nur eine, oder was ihr (ergänze: an Sklavinnen) besitzt. Auf diese Weise könnt ihr am ehesten vermeiden, Unrecht zu tun“ (Sure 4,3).

Der Ehemann kann durch die Zeitehe über die vier im Koran erwähnten Ehefrauen und Sklavinnen hinaus theoretisch unbeschränkt viele weitere Frauen heiraten. Dies soll Bereichten zufolge vor allem bei Reisen für die Dauer der Abwesenheit der Fall sein. In der Praxis ist heute jedoch nur eine Minderheit der verheirateten Muslime mit mehreren Frauen verheiratet.

Die offiziellen, rechtlichen Komponenten fehlen also bei der Schließung einer Zeitehe. Die Frau hat in einer Zeitehe nur sehr wenige Rechte: Sie hat in der Regel keinen Anspruch auf Nahrung, Kleidung und ein Zuhause, wie es sonst in einer Ehe der Fall ist, sondern lediglich auf die vereinbarte Bezahlung. Wenn die vereinbarte Dauer der Ehe abgelaufen ist und die Frau ist schwanger geworden, kann sie auf keinerlei Unterhaltszahlungen ihres Mannes hoffen, während dies im Fall einer Schwangerschaft nach einer Scheidung für eine begrenzte Zeit der Fall wäre. Eventuelle Kinder aus der Zeitehe gelten zwar als eheliche Kinder und sind beiden Elternteilen gegenüber erbberechtigt, gehören aber wie in einer normalen Ehe nach Beendigung der Zeitehe dem Vater.

Wenn die Zeitehe vollzogen wurde, erhält die Frau bei Beendigung der Ehe ihre Morgengabe, also ihre „Bezahlung“. Sie kann gekürzt werden, wenn die Frau ihren Mann vor Ende der Ehe verlässt. Auch der Mann kann seine Frau vorzeitig verlassen (bzw. sie verstoßen) und zahlt dann die Hälfte der Morgengabe. Eine offizielle Scheidung ist bei dieser Eheform nicht möglich. Die Partner können sich auch nicht gegenseitig beerben. Wird er Zeitraum der Zeitehe für einen langen Zeitraum festgelegt, so etwa für 99 Jahre, hat die Frau so gut wie alle Pflichten wie in einer üblichen Ehe, ist aber fast allen ihrer Rechte beraubt, die ihr eine sonstige Eheschließung zusichert.

Es ist daher fast überflüssig, abschließend zu bemerken, dass die schiitische Zeitehe gewissermaßen als Kontrapunkt zur biblischen Ehevorstellung aufgefasst werden kann. Währen das Wesen der schiitischen Zeitehe die zeitliche Begrenztheit, die Rechtlosigkeit der Frau in Bezug auf Unterhalt, Besitz, Kinder und Erbe und die Bezahlung ist, sofern die Frau alle Verpflichtungen erfüllt, spricht die Bibel im Zusammenhang mit der Ehe von dem Versprechen zu lebenslänglichen Sorge und Treue, von dem Gedanken des Opferns und Füreinanderlebens (vgl. Epheser 5,25-31), sowie der geistigen und geistlichen Gemeinschaft und Liebe, um nur einige wenige Aspekte zu nennen.

Die offiziellen, rechtlichen Komponenten fehlen bei der Zeitehe. Die Frau hat in einer Zeitehe nur sehr wenige Rechte: Sie hat in der Regel keinen Anspruch auf Nahrung, Kleidung und ein Zuhause, wie es sonst in einer Ehe der Fall ist, sondern lediglich auf die vereinbarte Bezahlung.“

 

 

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