Et Botterbloemche

 

Telephonie – Huhn-Analysen – Hören und Handeln - Die sieben Todsünden

Knigge - LebensweißheitenKonfuzius – Apfent, Advent

 

 

Die Telefonquasselstrippe:

Wie spare ich Geld und Zeit - Tipps für kurze Telefonate. Jeder kennt die Situation: Die „Plaudertasche“ am anderen Ende der Telefonleitung findet kein Ende, obwohl bereits alles gesagt ist. Sie sitzen „auf heißen Kohlen“, wissen aber nicht so recht, wie Sie das Gespräch kappen können, ohne unhöflich zu wirken. Die folgenden Tipps könnten Ihnen helfen, Telefonate elegant zu beenden, ohne Ihren Gesprächspartner zu verprellen.

 

Kürzen Sie das Thema ab:

Dies ist ein bewährtes Mittel, wenn Sie das Gefühl haben, der andere lässt das Gespräch thematisch ausufern. Dabei helfen Ihnen möglicherweise einige Floskeln: „Vielleicht sollten wir an dieser Stelle eine Pause machen, weil wir uns sonst etwas verzetteln könnten“. Um den Gesprächspartner nicht zu verärgern, fügen Sie dann noch hinzu: „Aber was Sie gesagt haben, finde ich sehr interessant und überlegenswert“.

 

Gehen Sie zur Vergangenheitsform über:

Ein zugegeben drastisches, aber wiederum auch starkes Signal für Ihren Wunsch, das Gespräch zu beenden, ist der Wechsel der Zeitform in die Vergangenheit: „Ihre Gedanken zu diesem Sachverhalt waren sehr aufschlussreich“. Wechseln Sie am besten verbunden mit einem Lob in die Vergangenheitsform: „Es war nett, mich mit Ihnen unterhalten zu haben“.

 

Sprechen Sie von der Zukunft:

Weisen Sie nach vorn und tun Sie so, als wäre es schon klar, dass Sie das Gespräch irgendwann einmal in der Zukunft fortsetzten werden: „Diese Diskussion sollten wir unbedingt einmal ausweiten“ oder „Ein interessanter Gedanke, den sollten wir bei nächster Gelegenheit weiterverfolgen“.

 

Schauen Sie „hörbar“ auf die Uhr:

Nutzen Sie kleine Gesprächspausen, um mit Bedauern festzustellen: „Oh, es ist ja schon spät!“ Dieser verdeckte Hinweis könnte den Gesprächspartner veranlassen, von sich aus zum Ende zu kommen. Andersfalls beenden Sie das Gespräch an dieser Stelle beispielsweise mit dem Hinweis darauf, dass Sie noch einen dringenden Termin haben.

 

Unterbrechen Sie:

„Oh, ich sehe gerade, dass jemand hereinkommt, mit dem ich verabredet bin...“

 

Setzen Sie Zeitlimits zu Beginn des Telefonats:

„Da haben Sie aber Glück, mich noch erwischt zu haben. Ich war gerade auf dem Weg zu einem wichtigen Termin. Aber zwei Minuten Zeit habe ich für Sie auf jeden Fall noch...“ Danach haben Sie die freie Wahl, jederzeit das Gespräch abzubrechen.

 

Spitzen Sie das Gespräch zu:

Fassen Sie während des Telefonats immer wieder zusammen, um zu zeigen, dass eigentlich schon alles gesagt ist: „Sie meinen also, dass...“ oder „Wir haben somit geklärt, dass...“ oder kündigen Sie eine konkrete Handlung an: „Ich faxe Ihnen gleich die Unterlagen zu!“

 

Machen Sie sich Notizen:

Sagen Sie „Moment, ich muss mir das aufschreiben...“ und wiederholen Sie notfalls die Notizen. Selbst die größte „Plaudertasche“ wird so langsam die Lust am Telefonieren verlieren.

 

Fassen auch Sie sich kurz:

Kurze, knappe Sätze signalisieren dem Gegenüber, sich ebenfalls kurz zu fassen. Die meisten Anrufer passen sich dem Gesprächspartner an. Daher: Je kürzer und knapper sie antworten, desto disziplinierter wird Ihr Gesprächspartner am Telefon sein. (VNR)

 

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Das Geschäftsessen - Der Business Knigge

Benimm ist keine Glückssache – schon gar nicht „bei Tisch“. Wer beim Geschäftsessen zum Messer seines Nebenmanns greift oder beim Business-Lunch als einziger fünf Gänge und eine Flasche Wein bestellt, wird kaum einen guten Eindruck hinterlassen. Wenn Sie sich auf diesem Parkett noch unsicher bewegen, hilft es immer, die anderen Beteiligten zu beobachten. Einige grundsätzliche Regeln sollten Sie jedoch verinnerlichen.

 

Treffen Sie den richtigen Ton!

Machen Sie Eindruck!

Geschäftsessen richtig organisieren!

Smalltalk und Körpersprache richtig anwenden!

Veranstaltungen - Organisation ist (fast) alles!

 

Wie es sich gehört:

Beim Gang zu Tisch stürzen Sie sich nicht sofort auf den Ihnen zugewiesenen Platz, sondern warten, bis der Gastgeber und möglicherweise ein Ehrengast Platz genommen haben. Dann setzen Sie sich aufrecht hin – sodass Sie gar nicht erst in Versuchung kommen, mit aufgestützten Ellenbogen zu essen. Eine aufgestellte Serviette legen Sie um, auf Ihrem Schoß landet sie erst, sobald Sie bestellt haben oder sobald der Gastgeber oder die Gastgeberin dies tut.

Damit Sie Ihren eigenen Brotteller verwenden, zur richtigen Gabel und zum passenden Glas greifen, sei Folgendes gesagt: Ihr Gedeck beginnt links mit dem Brotteller und endet auf der rechten Seite am äußersten Glas. Das allein ist Ihr Revier. Die Bestecke liegen so, dass Sie sich für jeden Gang von außen nach innen bedienen können und auch die Anordnung der Gläser folgt dem praktischen Nutzen. Übrigens: Sie führen den Mund zur Gabel, nicht die Gabel zum Mund und legen ein benutztes Besteck niemals auf dem Tischtuch ab, auch nicht die Griffe. Das Besteck gehört auf den Teller. Betrachten Sie Ihren Teller als Zifferblatt einer Uhr: Mit dem Besteck auf Position „zwanzig nach vier“ signalisieren Sie, dass Sie den Gang beendet haben, die Position „zwanzig nach sieben“ zeigt an, dass Sie nur eine Pause machen. Und zum Schluss: Die Serviette legen Sie nicht auf, sondern links neben den Teller.

 

Wichtige „Kleinigkeiten“ bei der Auswahl eines Empfanges:

Inspizieren Sie den Veranstaltungsort! Sind die Räumlichkeiten geeignet, alle notwendigen technischen Voraussetzungen gegeben und entsprechen sie dem Image Ihres Unternehmens?

 

Sorgen Sie für das Wohl Ihrer Besucher! Sind die Getränke gekühlt und ausreichend Gläser vorhanden? Sind die Häppchen mundgerecht und appetitlich angerichtet? Gibt es Sitzecken für intensivere Gespräche und eine Möglichkeit, Jacken und Mäntel unterzubringen?

 

Verteilen Sie die Aufgaben! Wenn Sie als Team auftreten, achten Sie vor allem auf eine deutliche Aufgabenverteilung und darauf, dass jedes einzelne Teammitglied alle notwendigen Informationen zur Veranstaltung und zu ihrem Ablauf erhält. Wichtig ist außerdem, dass Sie und Ihr Team aussagekräftiges Informationsmaterial über Ihr Unternehmen und/oder die Produkte erarbeiten.

 

Smalltalk und Körpersprache:

Für die einen das Horrorszenario schlechthin, für die anderen die optimale Gelegenheit, sich auf sicherem Parkett problemlos anzunähern: Der Smalltalk. Entgegen vieler Meinungen schließt Smalltalk die gepflegte seriöse Unterhaltung nicht aus. Wichtig dabei ist jedoch vor allem die Themenwahl.

 

Schönes Wetter heute ...?

 

Wichtig beim Smalltalk ist jedoch vor allem die Themenwahl: Politik, Religion, Moral, persönlicher Geschmack oder Besitz (mein Haus, mein Auto, mein Pferd) sind Themen, die Sie ebenso vermeiden sollten wie Gespräche über Krankheiten, Familienverhältnisse oder sexuelle Vorlieben. Auf der sicheren Seite sind Sie hingegen mit Themen wie Kultur, Literatur, Reisen, Hobbys und Sport.

 

Finden Sie heraus, was Sie und Ihr Gesprächspartner gemeinsam haben – ein erster Anknüpfungspunkt ist dabei das Umfeld, in dem Sie sich gerade befinden: Das Ambiente, die Musik, das Essen oder der Vortrag, dem Sie beide eben gelauscht haben. Allgemeinplätze wie „Wie war die Anreise?“ oder „Schönes Wetter heute“ taugen zwar als kurzer Gesprächseinstieg, ermuntern jedoch weniger zum Antworten – und der Talk wird wahrscheinlich smaller als Ihnen lieb ist. Das passiert übrigens auch, wenn Sie Fragen stellen, auf die Ihr Gegenüber gerade mal mit „Ja“ oder „Nein“ antworten kann oder wenn Sie das Gespräch an sich reißen und andere weder reden noch ausreden lassen.

 

Bauch rein, Brust raus, Kopf gerade!

Ob beim Smalltalk oder beim Vorstellungsgespräch – Ihre Körpersprache trägt wesentlich dazu bei, ob Sie den guten Eindruck einer offenen, interessanten Person hinterlassen oder ob Sie dem alten Spruch „aus den Augen, aus dem Sinn“ zum Opfer fallen. Machen Sie sich deshalb die Wirkung Ihrer Körpersprache bewusst und setzen Sie sie für Ihre Zwecke ein.

 

Punkt eins: Lächeln Sie, denn lächelnde Menschen wirken sympathischer, ehrlicher und vertrauenswürdiger. Ihr Lächeln muss jedoch authentisch sein; ein aufgesetztes Grinsen lässt sich enttarnen, bevor Sie den ersten Satz beendet haben.

 

Punkt zwei: Halten Sie Blickkontakt zu Ihrem Gesprächspartner, denn damit signalisieren Sie Aufmerksamkeit und Interesse. Aber bitte nicht anstarren! Das könnte aufdringlich wirken oder Ihren Gesprächspartner verunsichern.

 

Punkt drei: Eine aufrechte Haltung demonstriert Tatkraft und Selbstbewusstsein und sorgt darüber hinaus dafür, dass Sie tief und intensiv atmen und damit langsamer und deutlicher sprechen können.

 

Punkt vier: Mit passenden und spontanen Gesten können Sie das Gespräch eindrucksvoller und lebendiger gestalten. Nicken Sie verständnisvoll mit dem Kopf, um Ihren Gesprächspartner zu bestätigen und bekräftigen Sie Argumente durch leichte Handbewegungen. Vermeiden Sie jedoch wildes Gestikulieren – das wirkt aufdringlich und nervös.

 

 

Menschenkenntnis und Stressbewältigung lernt jeder AZUBI des Hotelgewerbes bereits in der Lehrzeit – wieso nicht auch der Ingenieur.

 

 

 

Knigge in Italien

Kirchen nicht in freizügiger Kleidung betreten. Auch sonst gilt sparsame Bekleidung als stillos. Italiener tragen selbst bei 30 Grad noch Anzug und Kostüm. Oben ohne an Stränden ist verpönt. Geduld und freundliches Gesicht sind ein Muss, Pünktlichkeit dagegen nicht. Meckern gilt als schwerer Charakterfehler, strahlende Miene und Begeisterung als normal.

Die Familie ist das beliebteste Gesprächsthema: hier keine Ungeduld zeigen, sondern jedes Foto lobend kommentieren.

Begrüßung: Küsschen hier und da - unter Freunden, Fremde mit Handschlag. Geschäfte und Büros sind von 13 bis 16 Uhr geschlossen. In dieser Zeit auch keine Privattelefonate.

 

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99 Tipps für Knigge-Profis,   Manieren statt Blamage – wo im Alltag die großen und kleinen Fettnäpfchen lauern. Eine Reise durch die Welt der Etikette

 

Business:

1

Begrüßung. Sie sind der Chef? Glückwunsch. Dann dürfen Ihnen Rangniedere keinen Händedruck aufdrängen. Sie entscheiden, ob/wem Sie die Hand reichen wollen.

2

Intimzone. Respektieren Sie das Distanzbedürfnis anderer und halten Sie mindestens 60 Zentimeter Abstand.

3

Anklopfen. Ob Chef oder Kollege: Wer ein Büro betritt, klopft, fragt, ob er stört. Tabu ist auch das Stöbern auf dem Schreibtisch oder im Domputer in einem Kollegen-Büro.

4

Pünktlichkeit. Wer nachlässig mit der Zeit anderer umgeht, ist rücksichtslos.

5

Freundlichkeit. Gegrüßt wird im Büro nur bei der ersten Begegnung am Tag, später reicht ein Lächeln oder ein (unverkrampfter) Scherz. Schweigen im Lift wirkt stoffelig.

6

Vorbildfunktion. Auch der Chef hält sich an Umgangsformen, brüllt nicht, stellt Mitarbeiter nicht vor anderen bloß, fragt, bevor er sich in der Kantine dazusetzt, und gibt der neuen Praktikantin keinen anerkennenden Klaps auf den Po.

7

Vokabular. Auf Kraftausdrücke und Schimpftiraden sollten Sie in der Berufswelt generell verzichten, sparen Sie sich die für Ihr Privatleben auf - wenn es denn unbedingt sein muss.

8

Visitenkarte. Stecken Sie die Visitenkarte Ihres Gegenübers nicht achtlos in die Hosentasche, sondern werfen Sie wenigstens einen freundlichen Blick darauf. Tipp: Wenn die Meeting-Namen vorher bekannt sind: googeln.

9

Aufstehen. Heutzutage ist es in der Jobwelt selbstverständlich, dass sich auch Frauen zur Begrüßung erheben.

10

Geschäftsessen. Sie dürfen Alkohol zum Essen bestellen, sofern es bei ein, zwei Gläsern Wein bleibt. Schnäpse? Besser nicht. Wenn alle anderen Softdrinks wählen, sollten Sie sich auch darauf beschränken.

11

Vorstellungsgespräch. Auch wenn Ihnen der Chef in spe eine Zigarre oder einen Whisky anbietet - fallen Sie nicht drauf rein. Halten Sie sich zurück mit Plaudereien über Ihre Ehe oder Ihren Ex-Chef.

12

Duzen. Der Ranghöhere darf es anbieten – nicht zwingend der Ältere.

 

Öffentlichkeit

13

Flugzeug. Nein, über den Wolken ist die Freiheit nicht grenzenlos. Grüßen Sie Ihren Sitznachbarn, bevor Sie sich setzen, blockieren Sie nicht kriegslüstern beide Armlehnen, und rammen Sie Ihrem Hintermann nicht Ihre Rückenlehne in die Brust.

14

Supermarkt. Sich in der Schlange vorzudrängeln ist ungezogen. Wie ein Neandertaler wirkt auch, wer Mitmenschen einfach an den Schultern packt und zur Seite schiebt.

15

Auto. Ihr Wagen ist ein Fortbewegungsmittel und keine Waffe. Hinter dem Steuer ebenfalls tabu: Vogelzeigen und Schimpftiraden.

16

Düfte. Parfüms sollten nur aus nächster Nähe zu riechen sein, nicht den ganzen U-Bahn-Waggon beduften. Über Körpergerüche wollen wir gar nicht reden.

17

Rauchen. Als Raucher sollte man Nichtraucherzonen in der Öffentlichkeit respektieren.

18

Nichtraucher. Ohne Militanz können Sie höflich darum bitten, dass andere ihre Zigarette ausmachen.

19

Gruß. Bei privaten Begegnungen grüßt immer der, der dazukommt oder den anderen zuerst sieht. Wer sich in Restaurants mit an den Tisch setzt oder ein Wartezimmer betritt, sollte grüßen.

20

Niesen. Benutzen Sie entweder ein Taschentuch oder Ihre linke Hand. "Gesundheit" zu wünschen ist heute übrigens passé.

21

Hilfsbereitschaft. Generell gilt: Er hilft ihr, die jüngere hilft der älteren Person.

 

Tischsitten

22

Faustregel. Je fremder die Personen in der Runde, je offizieller der Rahmen, desto wichtiger ist es, die traditionellen Tischsitten zu kennen - und natürlich auch zu praktizieren.

23

Serviette. Auf keinen Fall in den Ausschnitt stecken oder in die Knopfleiste des Hemdes friemeln, sondern auf den Schoß legen. Und nie reinschnäuzen - dafür gibt es Taschentücher.

24

Anstoßen. Nur mit Wein, Champagner oder Sekt, nicht aber mit Bier, Longdrinks oder gar Latte Macchiato. Vornehmer ist, das Glas lediglich anzuheben und sich zuzunicken.

25

Tischrede. Werden Sie zu einer spontanen Tischrede aufgefordert, zieren Sie sich nicht. Hier sollte das Wort "Gern!" fallen.

26

Appetit. Omas Weisheit "leerer Teller = gutes Wetter" gilt nicht mehr.

27

Anstandshappen. Wer aber Hunger hat, sollte den Teller ruhig leer essen. Das gilt sogar für die Dekoration.

28

Fingerzeig. Den kleinen Finger beim Essen oder Trinken abzuspreizen ist einfach nur albern.

29

Büfett. Das Auge hungert oft mehr als der Magen. Daher niemals den Teller überladen - lieber noch ein zweites oder auch drittes Mal nachnehmen.

30

Besteck. Wird von außen nach innen gebraucht. Benutztes Besteck kehrt niemals auf den Tisch zurück.

31

Mafiatorte. Wie Pizza am Stehimbiss gegessen wird liegt wörtlich auf der Hand. Geht es feiner zu, sollte man die Fingervariante unterlassen.

32

Brot. Baguette wird gebrochen, nie geschnitten. Angebrochene Brötchen oder Brotscheiben niemals in den Korb zurücklegen.

33

Wein. Wenn der Gastgeber zur Feier des Tages einen Grand Cru serviert, sollten Sie Ihr Glas leeren, bevor Sie den Tisch verlassen.

34

Nächste Runde. Wenn Sie aus einem neuen Weinglas trinken, dürfen Sie das alte nicht mehr leeren.

35

Nachschub. Dass man sich Dinge reichen lässt und nicht über den Teller des Nachbarn greift, hat sich hoffentlich schon herumgesprochen.

36

Start. Ebenso, dass man erst mit dem Essen beginnt, wenn alle Ihr Gericht haben, und sitzen bleibt, bis auch der Letzte am Tisch fertig ist.

37

Tabu. Regel 36 bedeutet nicht, dass man sich die Wartezeit mit einer Zigarette oder Make-up-Korrekturen vertreibt.

 

Party-Time

38

Uhrzeit. Bei einer Party können Sie ruhig ein, spätestens zwei Stunden nach Beginn erscheinen.

39

Abendessen. Zu einem Dinner sollte man immer pünktlich sein.

40

Codes. "c. t." (cum temporare) auf der Einladungskarte bedeutet: Verspätung erlaubt. "s. t." (sine temporare): Pünktlichkeit ist Pflicht.

41

Gastgeber. Sollten Sie darauf achten, dass alle Gäste Anschluss finden und keiner einsam in der Ecke steht.

42

Vorstellen. Der Dame wird der Herr zuerst vorgestellt, der Jüngere dem Älteren, dem Professor der Rangniedere.

43

Small Talk. Sicher sind klassische Konversationsthemen: Gemeinsames, Erfreuliches aus aller Welt, Essen und Trinken, Reisen und Freizeit.

44

Wetter. Meteorologische Betrachtungen oder Prognosen sollten Sie dem Wetterfrosch überlassen.

45

Diskretion. Da gilt weiter die alte Regel: Über Geld spricht man nicht Außerdem verpönt: brisante Themen wie Politik und Religion oder Persönliches wie Krankheiten und Todesfälle.

46

Goldene Regel. Wichtig ist beim Small Talk immer, echtes Interesse statt Neugierde und Wertschätzung statt Kritik zu zeigen.

47

Hinterhalt. Nie eine Person von hinten ansprechen, erst Blickkontakt suchen, dann auf den anderen zugehen und sich vorstellen.

 

Äußeres

48

Kleidung. Ziehen Sie sich dem Anlass entsprechend an: beim Business-Meeting oder -Lunch in Anzug und Kostüm, sonst der Branche gemäß.

49

Bescheidenheit. Setzen Sie im Zweifel, etwa beim Kundenbesuch, auf Understatement, statt mit Ihren gesamten Juwelen oder der 100 000-Euro-Uhr zu protzen.

50

Schuhe. Ob konservativer Banker-Dresscode, schwarzer Werber-Look oder exaltierter Moderedakteurinnen-Style: schmutzige Treter oder schiefe Absätze sind immer tabu.

51

Körperpflege. Ihr ganzer Stolz, der Kaschmiranzug von Brioni, nützt Ihnen wenig, wenn Sie zu bequem sind, die Zähne zu putzen (mindestens zweimal pro Tag) oder die Haare zu kämmen.

52

Sakkoknöpfe. Bevor Sie im Lokal vom Tisch aufstehen: Schließen Sie Ihre Jacke. Der Zweireiher bleibt immer zu. Zweiknopf-Sakko: Entweder der untere oder der obere Knopf wird geschlossen. Dreiknopf-Sakko: Schließen Sie die beiden oberen oder nur den mittleren - alles andere wirkt gequetscht.

53

Hemdmanschette. Der Ärmel ragt einen Zentimeter unter dem Jackett heraus. Die Manschette über den Sakko-Ärmel zu stülpen wir in den 80er-Jahren cool.

54

Sockenplage. Ein Mann trägt prinzipiell Kniestrümpfe, auch wenn er keine blassen Waden hat.

55

Unterhemd. Lassen Sie besser kein Rippentrikot unterm Hemd durchscheinen, wenn Sie nicht wie ein verfrorenes Weichei wirken wollen.

56

Tipp. Wenn Sie Ihrem Chef nicht zeigen wollen, dass Sie ihn für ein Würstchen halten - dann ziehen Sie sich nicht wesentlich teurer an als er.

 

Sie & Er

57

Erste Worte. Keine übertriebene Selbstdarstellung nach dem Motto "Mein Haus, mein Auto, meine Jacht". Auch die üblichen platten Flirtsprüche getrost vergessen. Sagen Sie etwas der Situation Angemessenes, uns seien Sie so, wie Sie sind.

58

Nein akzeptieren. Ist der/die Angebetete gegen Ihre Annäherungsversuche immun, ist sofortiger Flirtstop Pflicht.

59

Bezahlen. Großzügigkeit ist nicht nur Männersache. Das heißt aber nicht, dass die Rechnung nach dem Essen peinlich genau auseinander dividiert werden muss. Er begleicht lieber lässig die Rechnung, und sie revanchiert sich mit einem Drink an der Bar.

60

Alte Schule. Viele Frauen wünschen sich immer noch einen Kavalier, der aufmerksam ist, ihnen zum Beispiel in den Mantel hilft und die Tür aufhält.

61

Alkohol. Promille und Romantik verhalten sich wie Katz und Maus. Gegen ein Glas Wein oder ein Bierchen ist natürlich nichts einzuwenden. Doch sich vor jedem Flirt den Mut literweise anzutrinken ist peinlich.

62

Fragen. "War ich gut?" - es gibt tatsächlich noch Männer, die Ihrer Partnerin mit dieser Frage ein Lob entlocken wollen. Doch Sex ist keine Performance, für die es Applaus gibt.

63

One-Night-Stand. Es ist Pflicht, dass er sich am Morgen danach innerhalb von 24 Stunden meldet. Egal, ob das Liebesspiel einmalig war oder eine Fortsetzung folgen soll: Wortlosigkeit ist würdelos.

 

Kinder

64

Gutes Benehmen. Je früher Sie Regeln vermitteln, desto selbstverständlicher wird das Kind damit umgehen.

65

Grenzen ziehen. Nicht nachgeben, um kurzfristig Frieden herzustellen.

66

Regeln. Müssen vorgelebt, nicht vorgebetet werden. Auch kleine Kinder können Regeln befolgen.

67

Menschen treffen. Kids sollten zur Begrüßung aufstehen und ihre Baseballkappe abnehmen. Küssereien dürfen allerdings boykottiert werden!

68

Standpauken. Ihre Kritik am Verhalten des Nachwuchses nie vor der versammelten Verwandtschaft äußern. Führen Sie lieber später unter vier Augen ein Gespräch.

69

Richtiges Melden. Ab fünf Jahren sollte Ihr Sprössling am Telefon den Familiennamen nennen können.

70

Schimpfwörter. Gegen Kraftausdrücke und Flüche konsequent vorgehen, auf Entschuldigung bestehen.

71

Heimische Pflichten. Kleinere Aufgaben kann jedes Kind übernehmen: den Tisch decken und abräumen, Handtuch und Jacke aufhängen, das eigene Zimmer aufräumen.

72

Geldvergütungen. Nur bei Nichtalltäglichem wie Gartenarbeit, Autowaschen.

73

Mitsprache. Außerdem gilt noch: Kinder, die Pflichten übernehmen, dürfen auch ein bisschen mitreden.

74

Tischmanieren. Händewaschen ist Hygienepflicht. Das Essen startet gemeinsam. Die Ellenbogen liegen nicht auf dem Tisch auf. Nie Messer ablecken, nicht schmatzen oder mit vollem Mund sprechen.

75

Kleidung. Socken-, Unterwäschewechsel sowie Körperhygiene täglich. Nachmittags und in der Schule darf Ihr Kind anziehen, was es mag, aber unterwegs mit Eltern bestimmen Mama und Papa.

76

Außer Haus. Gähnen und husten nur mit vorgehaltener Hand, Nasebohren ist tabu. Niemals spucken! Sprechen ohne Kaugummi!

77

Daddeln. Gameboys sind Gesellschaftsspiele und bleiben daheim.

78

Lauschangriff. Selbst wenn Ihr Teenie die Musik auf dem Ohr hat: Er/sie sollte die Lautstärke nicht bis zum Anschlag drehen und andere damit belästigen.

79

Respekt. Und machen Sie Ihrem Kind klar: Erwachsene, insbesondere Lehrer, sind Respektspersonen.

 

Andere Länder

80

China und Japan. Visitenkarten nehmen einen großen Stellenwert ein. Sie sollten zweisprachig sein und mit beiden Händen entgegengenommen werden. Man begrüßt sich nicht per Handschlag, sondern mit einer Verbeugung.

81

Frankreich. In Sachen Sprache sind die Franzosen eitel, Höflichkeitsfloskeln gehören zum guten Ton. Generell empfiehlt es sich, Geschäftsthemen erst nach dem Essen anzusprechen.

82

Griechenland. Gastfreundschaft hat hier einen hohen Stellenwert, daher keine privaten Einladungen ablehnen.

83

Großbritannien. Nicht von "den Engländern" sprechen, sondern von Briten, Schotten und Walisern.

84

Italien. Gefühle werden hier spontan und deutlich zum Ausdruck gebracht - auch negative. Daher in keinem Fall mit Einheimischen über die Mafia diskutieren.

85

Schweden. Das "Allemansratt" bedeutet nicht das Recht auf Missbrauch - vor allem die Natur ist heilig. Zelten, Beeren und Pilze sammeln sind erlaubt, jedoch immer mit Rücksichtnahme auf Privateigentum.

86

Spanien. Keine abfälligen Bemerkungen über Stierkämpfe machen. Außerdem die Siesta-Zeit (circa 14 bis 17 Uhr) unbedingt beachten.

87

Türkei. Frauen lassen den Minirock besser zu Hause. Wichtig beim Besuch in der Moschee: Frauen sollten ein Kopftuch tragen sowie Oberarme und Beine bedecken. Männer in Shorts sind in gleicher Weise unerwünscht.

88

USA. Tabu sind hier im Gespräch mit neuen Bekannten geschlechterspezifische Diskriminierungen, aber auch Themen wie Bushs Außenpolitik, der neueste Film von Michael Moore, Religion oder Patriotismus.

 

Kommunikation

89

Brief. Im Zuge der Gleichberechtigung heißt es im Anschreiben nicht mehr "Herrn und Frau Klaus Müller", sondern "Herrn Klaus Müller und Frau Sabine Müller".

90

Handy. Lautes Telefonieren in der Öffentlichkeit ist mehr als unhöflich.

91

Handyfreie Zone. Im Theater oder Konzert, im Kino oder beim Vortrag, im Wartezimmer und auch im Restaurant sollte das Handy immer ausgeschaltet werden. Kompromiss: Klingelton aus!

92

SMS bekommen. Auch das Piepsen beim Eingang einer Kurzmitteilung kann störend sein.

93

SMS verfassen. Noch unhöflicher ist es, SMS in Gegenwart einer anderen Person zu verfassen oder alle fünf Sekunden nachschauen, ob eine angekommen ist.

94

E-Mail. Anrede oder Gruß gehören auch in einen elektronischen Brief. Eine fehlerhafte Rechtschreibung und Inflationäre Abkürzungen sollten vermieden werden.

95

Verteiler. Die Adressaten für Rundmails sorgfältig wählen. Kein Postfach unnötig zumüllen.

96

Smileys. Bitte nur in privaten E-Mail verwenden.

97

Persönlich. Belastende Nachrichten niemals per E-Mail, Fax oder SMS übermitteln.

98

Telefon. Auch ohne Blickkontakt sollten Sie bedenken: Nebengeräusche verraten vieles. Paralleles Essen oder Bleistiftkauen sind daher tabu.

99

Stimme. Sprechen Sie freundlich und deutlich. Patzige Antworten oder gar Stoßseufzer bitte verkneifen.

Glück ist Zuzuhören – Glück ist auch lernen.

Die Regeln des Glückes sind so alt wie die Höhlen unserer Vorfahren. Es gab weise Väter, die alles, was sie über Glück wussten, für ihre Söhne aufschrieben, so z.B. der römische Kaiser Marc Aurel. Seine “Selbstbetrachtungen“ sind Geistes - Blitze des Glückes (das Lieblingsbuch von Helmut Schmidt) Solche Väter gibt es noch heute. Ein kleines Glücks - Büchlein wurde in den USA über 5 Mio. Mal verkauft. “Die kleine Gebrauchsanweisung fürs Leben“ ist ein Feuerwerk von 511 Ratschlägen und Lebensweisheiten eines Vaters an den Sohn, den er an die Welt verliert.

Der Vater, H. Jackson Brown, ein Werbemanager mit 53 Jahren. Als sein Sohn Adam 15 wurde, packte er die Sachen fürs Collage: seinen Walkman, seinen Computer, den blauen Blazer......

Der Vater wurde traurig. Er setzte sich ins Wohnzimmer und begann, auf einen Zettel einige Ratschläge für seinen Sohn zu schreiben: Ich wollte ihm nicht den Weg des Lebens pflastern. Aber ich wollte ihm eine Landkarte geben. Ich wollte ihm Sätze geben, die seine Gedanken und sein Herz berühren. Ich setzte mich hin und schrieb. Jeden Tag. Die Zettel wurden immer mehr. Ich heftete sie in einen Ordner und legte sie unter den Sitz meines Autos. Ich brachte meinen Sohn zum Collage. Ich griff unter den Sitz und gab ihm die Zettel. Er schaute die Zettel nicht mal an, umarmte mich und ging....

 

 

Aus diesen 511 Zetteln wurde dann der Welt - Bestseller.

Hier einige der Hilf - Dir - selbst - Regeln

Mache jeden Tag drei Menschen ein Kompliment.

Halte dir einen Hund.

Gucke dir einen Sonnenaufgang an.

Habe einen festen Händedruck.

Blicke den Menschen in die Augen.

Sage oft “Danke“ oder “Bitte“.

Lerne ein Musik-Instrument.

Lebe unter deinen Verhältnissen.

Fahr einfache Autos, aber leiste dir ein gutes Haus.

Trage geputzte Schuhe.

Trink Champagner ohne Grund.

Wenn du kämpfst, schlage zuerst zu und treffe hart.

Gib alles zurück, was du die geliehen hast.

Behandele jeden, wie du behandelt werden möchtest.

Lerne, die Musik von Chopin, Mozart und Beethoven zu unterscheiden.

Behalte deine Geheimnisse.

Gib nie einen Menschen auf. Wunder passieren täglich.

Schraube immer die Zahnpastatube zu.

Gib deine Fehler zu.

Sei tapfer. Wenn du es nicht bist, tu so. Keiner merkt den Unterschied.

Laß dich nie betrunken sehen.

Wähle deine/n Lebenspartner/in sehr sorgfältig aus, denn von dieser Entscheidung hängen 90 % deines Glückes oder Unglückes aus.

Gehe jeden Tag 30 Minuten schnell spazieren.

Lache viel. Es kostet nichts und ist unbezahlbar.

Kaufe nie teure Weine, Koffer oder Uhren.

Lerne “Erste Hilfe“.

Lerne zuzuhören, denn das Glück klopft oft sehr sanft.

Stelle deine Uhr 5 Minute vor.

Nimm dir Zeit, an den Rosen zu riechen.

Gehe regelmäßig zum Zahnarzt.

Vermeide negative Menschen.

Sei höflicher als notwendig.

Gib Leuten immer eine zweite Chance, aber nie eine dritte.

Werde zum positivsten und glücklichen Menschen, den du kennst.

Trinke 8 Gläser Wasser am Tag.

Klatsche nicht über andere Menschen.

Liege auf dem Rücken und blicke in die Sterne.

Lebe dein Leben als Ausrufezeichen, nicht als Fragezeichen.

Bestimme deine eigene Haltung. Laß dich nie von anderen bestimmen.

Der 6. Weg ins Glück. Du bist dein eigener Stolperstein.

Ruf deine Mutter an.

 

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Lebensweisheit:

Wenn Sie heute Morgen aufgestanden sind und eher gesund als krank waren, haben Sie ein besseres Los als die Millionen Menschen, welche die nächste Woche nicht mehr erleben werden. Wenn Sie etwas Geld auf der Bank, im Portemonnaie und im Sparschwein haben, gehören Sie zu den privilegiertesten 8% dieser Welt. Wenn Ihre Eltern noch leben und immer noch verheiratet sind, sind Sie wahrlich schon eine Rarität.

 

Wenn Sie Essen im Kühlschrank, Kleider am Leib, ein Dach über dem Kopf und einen Platz zum Schlafen haben, sind Sie reicher als 75% der Menschen dieser Erde. Und wenn Sie nie in der Gefahr einer Schlacht, in der Einsamkeit der Gefangenschaft, im Todeskampf der Folterung oder im Schraubstock des Hungers waren, geht es Ihnen besser als 500 Millionen Menschen. Wenn Sie zur Kirche gehen können, ohne Angst haben zu müssen, bedroht, gefoltert oder getötet zu werden, haben Sie mehr Glück als 3 Milliarden Menschen.

 

Wenn Sie dieses lesen, sind Sie zweifach gesegnet: zum einen, weil jemand an Sie gedacht hat, und zum anderen, weil Sie nicht zu den zwei Milliarden Menschen gehören, die nicht lesen können.

 

Die meisten Menschen wollen einem erzählen, wie schwer ihr Leben ist, sodass sie ehrenvoll versagen können! Oder anders gesagt: Die meisten Menschen wollen alle Schwierigkeiten, die sie haben, erzählen; klagen, wie schwer ihr Leben ist, um sich aufs Versagen vorzubereiten, um sich ein wenig Ehre zu bewahren!

 

Glauben Sie nicht auch, dass wir alle viel zu viel jammern. Und dass es zu viele Menschen gibt, die aus Missgunst versuchen, andere hereinzulegen. Wir alle haben doch ein gutes Leben, auch wenn viele meinen, es gehe ihnen schlecht. Jeder von uns hat genügend Möglichkeiten, ein schönes und gutes Leben zu führen. Jedoch nur einer kann dafür die Verantwortung tragen, nämlich wir selbst. Deshalb...

 

Arbeite, als bräuchtest du kein Geld.

Liebe, als habe dir nie jemand etwas zuleide getan.

Tanze, als ob niemand dich beobachtete.

Singe, als ob niemand dir zuhöre.

Lebe, als sei das Paradies auf Erden.

 

Meine Wünsche begleiten Sie im Alltag, an der Arbeit, in der Freizeit und in den schönen Stunden mit Ihrer Familie. Freuen Sie sich mit mir über unser wunderschönes Leben!

 

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DIE SIEBEN TODSÜNDEN

Geschichten über menschliche Schwächen. Spätestens seit Brad Pitt und Morgan Freeman in „Seven“ auf Verbrecherjagd waren und ein bekannter Eishersteller die Special Edition „7 Sünden“ auf den Markt brachte, sind die sieben Todsünden bekannter als die zehn Gebote. Im 4. Jahrhundert n. Chr. soll ein Mönch seine dämonischen Gedanken niedergeschrieben haben. Später wurden sie auf die mystische Zahl sieben zusammengefasst und seither sind

 

Völlerei, Trägheit, Wollust, Zorn, Habsucht, Neid und Hochmut

 

als Todsünden manifestiert. Und - sie gehören zu unserem Alltag - nicht nur als Zeichen menschlicher Schwäche, sondern als Teil der Gesellschaft. Neid schlägt als Quelle der Intrige unter dem Begriff „Mobbing“ ganz neue Wurzeln. Habsucht hat nicht nur im boomenden Westen ihren Höhepunkt gefunden. Trägheit und Völlerei nehmen in Zeiten von Fastfood und Couch-Potatoes erschreckende Ausmaße an. Das persönliche Wohlergehen scheint zum obersten Ziel der Ich - Gesellschaft geworden zu sein. Wie etwa die Luxussociety in Dubai, die das Geld scheffelt, während am Rand der Stadt Armut herrscht. Oder ein Delikatessenhändler, der dafür sorgt, dass die oberen Zehntausend noch mehr, noch exklusivere Portionen auf ihre Teller bekommen. Dafür reist er für Schokolade nach Valrhona, für Trüffel durchs Périgord und hat mit der Zeit auch das schlechte Gewissen beim Kauf der Gänsestopfleber verloren. Und dann sind da noch die Schicksale, die bei Betrachtern und Betroffenen das sündige Gefühl Zorn auslösen. Wie etwa bei Menschen, die abseits der Gesellschaft, ohne Familie und Arbeit unter der Brücke leben müssen und – einmal in Not geraten – kaum eine Chance auf ein neues Leben bekommen.

Die Süddeutsche über kleine und große Sünden und die Frage, wer über wen richtet und wozu Sie am stärksten neigen!

Zorn, Neid, Habsucht, Hochmut, Wollust, Völlerei und Trägheit

 

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Konfuzianismus

ein vor 2500 Jahren in China entstandenes System von religiösen, philosophischen und gesellschaftlich-politischen Ideen und Wertvorstellungen, das auf die Lehren des Konfuzius zurückführt, jedoch erst seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. zum geschlossenen Lehrgebäude ausgebaut und zur chinesischen Staatsdoktrin erhoben wurde.

 

Die Tugendlehre und der Staatsgedanke sind das, was die Konfuzianer fast ausschließlich beschäftigt und unter den Tugenden Wohlwollen, kindliche Liebe, Gerechtigkeit und Sittlichkeit."

 

Der Konfuzianismus ist zunächst eine gesellschaftliche und politische Ethik; er stellt Verhaltensnormen in den zwischenmenschlichen Beziehungen in den Vordergrund. Der Himmel (Tian, Shang Di) ist höchste Macht; Im Universum wirken zwei Urkräfte zusammen, das männliche Prinzip Yang und das weibliche Prinzip Yin.

Der Konfuzianismus ist praktische, moralische Philosophie. Zentrales Anliegen ist die Fundierung des einzelnen, der Familie und des Staates in der Moral, d. h. in der Menschlichkeit, die sich in den 5 konfuzianischen "Kardinaltugenden" der gegenseitigen Liebe, der Rechtschaffenheit, der Weisheit, der Sittlichkeit und der Aufrichtigkeit ("hsin") sowie in den "drei unumstößlichen Beziehungen" verwirklicht: Unterordnung des Sohnes unter den Vater, des Volkes unter den Herrscher und der Frau unter den Mann."

 

Die Revolution 1912 beseitigte den Konfuzianismus als Staatsdoktrin. Das Ende der Kulturrevolution ließ ihn im Deutschen Kolonialteil Chinas wieder aufleben. Elemente der konfuzianischen Tradition gingen in die Ideologie der Guomindang ein, die heute in Taiwan Staatspartei ist.

Erstaunlich, welche Lebensansichten die Menschen vor 2000 Jahren doch schon vertraten!!

 

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Apfent  Apfent

auch über die Adventszeit macht sich ein bayerisches Kind so seine Gedanken:

 

Der Apfent ist die schönste Zeit vom Winter. Die meisten Leute haben im Winter eine Grippe. Die ist mit Fieber. Wir haben auch eine, aber die ist mit Beleuchtung und man schreibt sie mit K.

 

Drei Wochen bevor das Christkindl kommt, stellt Mama die Krippe im Wohnzimmer auf und meine kleine Schwester und ich dürfen mithelfen. Viele Krippen sind langweilig, aber die unsere nicht, weil wir haben mords tolle Figuren darin. Ich habe einmal den Josef und das Christkindl auf den Ofen gestellt, damit sie es schön warm haben und es war ihnen zu heiß. Das Christkindl ist schwarz geworden und den Josef hat es auf lauter Trümmer zerrissen. Ein Fuß von ihm ist bis in den Plätzlteig geflogen und es war kein schöner Anblick. Meine Mama hat mich geschimpft und gesagt, dass nicht einmal die Heiligen vor meiner Blödheit sicher sind.

 

Wenn Maria ohne Mann und ohne Kind herumsteht, schaut es nicht gut aus. Aber ich habe Gotts(p)eidank viele Figuren in meiner Spielkiste und der Josef ist jetzt Donald Duck. Als Christkindl wollte ich den Asterix nehmen, weil der ist als einziger so klein, dass er in den Futtertrog gepasst hätte. Da hat meine Mama gesagt, man kann doch als Christkind keinen Asterix hernehmen, da ist ja das verbrannte Christkindl noch besser. Es ist zwar schwarz, aber immerhin ein Christkindl.

 

Hinter dem Christkindl stehen zwei Oxen, ein Esel, ein Nilpferd und ein Brontosaurier. Das Nilpferd und den Saurier habe ich hineingestellt, weil der Ox und der Esel waren allein zu langweilig. Links neben dem Stall kommen gerade die heiligen drei Könige daher. Ein König ist dem Papa letzten Apfent beim Putzen heruntergefallen und war dodal hin. Jetzt haben wir nur mehr zwei heilige Könige und einen heiligen Batman als Ersatz. Normal haben die heiligen drei Könige einen Haufen Zeug für das Christkindl dabei, nämlich Gold, Weihrauch und Pürree oder so ähnlich. Von den unseren hat einer anstatt Gold ein Gaugummipapierl dabei, das glänzt auch schön. Der andere hat eine Marlboro in der Hand, weil wir keinen Weihrauch haben. Aber die Marlboro raucht auch schön, wenn man sie anzündet. Der heilige Batman hat eine Pistole dabei. Das ist zwar kein Geschenk für das Christkindl, aber damit kann er es vor dem Saurier beschützen.

 

Hinter den drei Heiligen sind ein paar rotheutige Indianer und ein kaasiger Engel. Dem Engel ist ein Fuß abgebrochen, darum haben wir ihn auf ein Motorrad gesetzt, damit er sich leichter tut. Mit dem Motorrad kann er fahren, wenn er nicht gerade fliegt. Rechts neben den Stall haben wir ein Rotkäppchen hingestellt. Sie hat eine Pizza und drei Weizen für die Oma dabei und reißt gerade einen Marone ab. Einen Wolf haben wir nicht, darum lurt hinter dem Baum ein Pummerl als Ersatz - Wolf hervor. Mehr steht in unserer Krippe nicht, aber das reicht so voll. Am Abend schalten wir die Lampe an und dann ist unsere Krippe erst so richtig schön. Wir sitzen so herum und singen Lieder vom Apfent. Manche gefallen mir, aber die meisten sind mir zu lusert. Mein Opa hat mir ein Gedicht vom Apfent gelernt und es geht so: "Apfent, Apfent, der Bärwurz brennt. Erst trinkst oan, dann zwoa, drei, vier, dann hautsde mit deim Hirn an d'Tür!" Obwohl dieses Gedicht recht schön ist, hat Mama gesagt, dass ich es mir nicht merken darf.

 

Im Apfent wird auch gebastelt. Wir haben eine große Schüssel voll Nüsse und eine kleine voll Goldstaub. Darin wälzeln wir die Nüsse, bis sie golden sind und das Christkind hängt sie später an den Christbaum. Man darf nicht fest schnaufen, weil der Goldstaub ist dodal leicht und er fliegt herum, wenn man hi’schnauft. Einmal habe ich vorher in den Goldstaub ein Niespulver hineingetan und wie mein Vater die erste Nuss darin gewälzelt hat, tat er einen Nieserer, dass es ihn gerissen hat und sein Gesicht war goldern und die Nuss nicht. Mama hat geschimpft, weil er keine Beherrschung hat und sie hat gesagt, er stellt sich dümmer an als wie ein Kind. Meinem Vater war es recht zuwider und er hat nicht mehr mitgetan. Er hat gesagt, dass bei dem Goldstaub irgend etwas nicht stimmt und Mama hat gesagt, dass höchstens bei ihm etwas nicht stimmt. Ich habe mich sehr gefreut, weil es war insgesamt ein lustiger Apfentabend.

Kurz vor Weihnachten müssen wir unsere Wunschzettel schreiben. Meine Schwester wünscht sich meistens Puppen oder sonst ein Glump. Ich schreibe vorsichtshalber gleich mehr Sachen darauf und zum Schluss schreibe ich dem Christkind, es soll einfach soviel kaufen, bis das Geld ausgeht. Meine Mama sagt, das ist eine Unverschämtheit und irgendwann bringt mir das Christkind gar nichts mehr, weil ich nicht bescheiden bin. Aber bis jetzt habe ich immer etwas gekriegt. Und wenn ich groß bin und Geld verdiene, dann kaufe ich mir selber etwas und bin überhaupt nicht bescheiden. Dann kann sich das Christkindl von mir aus ärgern, weil dann ist es mir Wurscht.

Bis man schaut, ist der Apfent vorbei und Weihnachten auch und mit dem Jahr geht es dahin. Die Geschenke sind ausgepackt und man kriegt bis Ostern nichts mehr, höchstens, wenn man vorher Geburtstag hat. Aber eins ist gwies: Der Apfent kommt immer wieder.

Da Xari

 

Ein Huhn überquert die Straße. Warum? - Analysen aus berufenen Mündern

(H.Döbbeler)

Kindergärtnerin:

Um auf die andere Straßenseite zu kommen.

Plato:

Für ein bedeutendes Gut.

Aristoteles:

Es ist die Natur von Hühnern, Straßen zu überqueren.

Karl Marx:

Es war historisch unvermeidlich.

George W. Bush.:

Dies war ein unprovozierter Akt des internationalen Terrorismus und wir behalten uns vor gegen das Huhn jede Maßnahme vor, die geeignet ist, die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten sowie die Werte von Demokratie und Rechtgläubigkeit zu verteidigen.

Johannes Rau:

Ich glaube, das Huhn hat uns auf eine ganz bestimmte ruhige Art und Weise gezeigt, dass es gerade in einer Zeit, die so viele Menschen nachdenklich macht - ich erlebe das in meinen Gesprächen immer wieder - darauf ankommt, eine Straße nicht als etwas trennendes zu begreifen, sondern als etwas, das die Herzen der Menschen zueinander führen kann.

Captain James T. Kirk:

Um dahin zu gehen, wo noch nie ein Huhn zuvor gewesen ist.

 

Martin Luther King, Junior:

Ich sehe eine Welt, in der alle Hühner frei sein werden, Straßen zu überqueren, ohne das ihre Motive in Frage gestellt werden.

Moses:

Und der Herr sprach zu dem Huhn "Du sollst die Straße überqueren". Und das Huhn überquerte die Straße, und es gab großes Frohlocken.

Helmut Kohl:

Ich habe dem Huhn mein Ehrenwort gegeben, seine staatsbürgerlichen Gründe für das überqueren der Straße nicht in aller Öffentlichkeit breitzutreten.

Clinton:

Ich war zu keiner Zeit mit diesem Huhn allein.

Gerhard Schröder:

Ich sach das mal jetzt so - wahrscheinlich hat das Huhn auf der anderen Straßenseite eine ruhige Hand mit Futter entdeckt. Basta!

Edmund Stoiber:

Der - ähhh - die Huhn hat, wie ich meine, und wie die Auffassung einer Mehr- bzw. Vielzahl von Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern, gerade auch hier in Bayern, aber ebenso in den neuen alten Bundesländern zeigt, so bin ich geneigt anzunehmen, dem Bundeskanzler und hier insbesondere der Bundesregierung, die es ja versäumt hat, in der Gesetzgebung und gegenüber den Vereinigten Staaten auf die Richtung einzugehen, mithin nicht erstaunen - ähh - zu vermitteln vermag.

Einstein:

Ob das Huhn die Straße überquert hat oder die Straße sich unter dem Huhn bewegte, hängt von Ihrem Referenzrahm ab.

Dieter Bohlen:

Also ich find' das nur absolut geil, wie des Huhn das da so gemacht hat. Rattenscharf.

Buddha:

Mit dieser Frage verleugnest Du Deine eigene Hühnernatur.

Hemingway:

Um zu sterben. Im Regen.

McKinsey:

Die zunehmende Deregulierung auf der Straßenseite des Huhns bedrohte seine dominante Marktposition sowie seine bisherigen Kompetenzfelder. Das Huhn hat sich signifikanten Herausforderungen gegenüber, die Kompetenzen zu entwickeln, die erforderlich sind, in den neuen Wettbewerbsmärkten bestehen zu können. In einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Klienten hat McKinsey dem Huhn geholfen, seine physische Distributionsstrategie und marktadäquate Umsetzungsprozesse zu überdenken. Unter Verwendung des Geflügel - Allokationsmodells (GAM) hat McKinsey dem Huhn den erforderlichen Support gegeben, um seine Fähigkeiten ,Methodologien, Wissen, Kapital und Erfahrung einzusetzen, um Mitarbeiter, Prozesse und Technologien des Huhns für die kooperative Umsetzung seiner Gesamtstrategie innerhalb des Programm – Management - Rahmens auszurichten.

McKinsey zog ein diverses Cross- Spektrum von Straßen - Analysten und besten Hühnern sowie McKinsey Beratern mit breitgefächerten Erfahrungen in der ornithologischen Logistik heran, die in mehrtägigen Besprechungen ihr persönliches Wissensasset , sowohl stillschweigend als auch deutlich, auf ein gemeinsames Niveau brachten und Synergien herstellten, um das unbedingte Ziel zu erreichen, nämlich die Erarbeitung und Umsetzung eines unternehmensweiten Werterahmens innerhalb des mittleren Geflügelprozesses. Der Workshop fand in einer parkähnlichen Umgebung statt, um eine wirkungsvolle Testatmosphäre zu erhalten. Dadurch war ein Strategiencomittment möglich, das den Weg zu einer konsistenten, klaren und einzigartigen Marktaussage öffnete. McKinsey hat dem Huhn geholfen, sich zu verändern. Mit anderen Worten: McKinsey bringt Veränderung, Veränderung ist Erfolg, Erfolg ist Zukunft.

 

 

 

 

 

Dipl.-Ing. (Univ.) R. Rumpf

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